TopFerm Eisenchlorid 40

Preis auf Anfrage

Flüssiges Reaktionsmittel auf Basis von 40 % FeCl3, Eisen(III)-chlorid, zur Entschwefelung von Biogas

 

Mögliche Gebindeformen:

  • IBC (ca. 950 l entspricht 1,35t) – inklusive IBC
  • lose via Tanklastzug (1m³ entspricht 1,43 t) –
    frei angeliefert im Tankzug, lose zum Abfüllen in betriebsseitige Tanks.
    Abrechnung erfolgt nach abgenommener Menge

oder direkt anrufen: 04402/9150990

Flüssiges Eisen(III)-chlorid für Biogas- und Kläranlagen – Schwefelwasserstoff reduzieren, Flockenstruktur verbessern und Prozesse stabilisieren

TopFerm Eisenchlorid 40 ist ein flüssiges Reaktionsmittel auf Basis von Eisen(III)-chlorid (FeCl₃), das speziell zur Bindung von Schwefelverbindungen in Biogas- und Faulgasanlagen entwickelt wurde.

Durch die Reaktion mit gelösten Sulfiden reduziert TopFerm Eisenchlorid 40 die Bildung von Schwefelwasserstoff (H₂S) bereits im Fermenter. Dadurch können Belastungen durch Schwefelwasserstoff reduziert und die Betriebssicherheit der Anlage verbessert werden.

Zusätzlich wirkt Eisen(III)-chlorid durch seine kationischen Eigenschaften als Koagulations- und Flockungsmittel. Dadurch kann die Flockenstruktur im Fermenter verbessert und Schaumbildung unterstützt reduziert werden.

Warum ist Schwefelwasserstoff (H₂S) ein Problem?

Schwefelwasserstoff gehört zu den größten Herausforderungen im Betrieb einer Biogas- oder Faulgasanlage. Bereits geringe Konzentrationen können zu Korrosion an Anlagenteilen führen, während höhere Gehalte die Betriebssicherheit beeinträchtigen und den Wartungsaufwand deutlich erhöhen.

Korrosion an der Anlagentechnik: Schwefelwasserstoff greift metallische Bauteile an und kann insbesondere in Verbindung mit Feuchtigkeit korrosive Schwefelsäure bilden. Betroffen sind unter anderem Blockheizkraftwerke (BHKW), Gasmotoren, Wärmetauscher, Rohrleitungen, Armaturen und Gasaufbereitungssysteme.

Beeinträchtigung des biologischen Prozesses: Gelöste Schwefelverbindungen können die Aktivität methanbildender Mikroorganismen beeinflussen. Ein unausgeglichener Schwefelhaushalt kann die Prozessstabilität verschlechtern und sich negativ auf die Gasproduktion auswirken.

Höhere Betriebskosten: Steigende Schwefelwasserstoffgehalte führen häufig zu häufigeren Wartungsintervallen, höherem Aktivkohleverbrauch, größerem Verschleiß der Technik und zusätzlichen Kosten für Reparaturen.

So funktioniert TopFerm Eisenchlorid 40

Nach der Zugabe in den Fermenter reagieren die Eisen(III)-Ionen mit gelöstem Sulfid.

Eisen (Fe³⁺) + Sulfid (S²⁻) → Eisensulfid (FeS)

Der Schwefel wird dabei gebunden und verbleibt im Gärsubstrat. Dadurch wird die H₂S-Belastung des Biogases reduziert.

Zusätzlich wirken Eisen(III)-Ionen als Fällungs- und Flockungsmittel. Feinste Partikel können zu größeren Flocken verbunden werden, wodurch sich die Struktur des Fermenterinhalts verbessern kann.

Zusammensetzung und Analysenwerte

Eisen (III) chlorid (FeCl3): 39-41 %
Eisen (III) (Fe3+): min. 13,8 %
Eisen (III) (Fe3+): max. 0,5 %
Dichte (20°C): mind. 1,42 g/cm3
ph-Wert: < 1
Wirksubstanz: ca. 135 – 150 g Fe3+/kg

Ihre Vorteile mit TopFerm Eisenchlorid 40

  • Reduziert Schwefelwasserstoff (H₂S) bereits im Fermenter
  • Bindet Schwefelverbindungen zuverlässig
  • Unterstützt einen stabilen Biogasprozess
  • Verbessert die Flockenstruktur durch Koagulationswirkung
  • Kann Schaumbildung positiv beeinflussen
  • Geeignet für Biogas-, Faulgas- und Kläranlagen
  • Einfache Dosierung über Flüssigdosiersysteme

Was ist der Unterschied zwischen Eisenchlorid 28 und Eisenchlorid 40?

Beide Produkte dienen der Bindung von Schwefelverbindungen und können zur Reduzierung von Schwefelwasserstoff (H₂S) in Biogas- und Faulgasanlagen eingesetzt werden. Der Unterschied liegt in der enthaltenen Eisenform und den zusätzlichen Eigenschaften im Prozess.

TopFerm Eisenchlorid 28 (Eisen(II)-chlorid, Fe²⁺) wird häufig eingesetzt, wenn die gezielte Bindung von Sulfiden und die Reduzierung von H₂S im Vordergrund stehen. Die enthaltenen Eisen(II)-Ionen stehen für die Reaktion mit Schwefelverbindungen zur Verfügung.

TopFerm Eisenchlorid 40 (Eisen(III)-chlorid, Fe³⁺) bietet neben der Schwefelbindung eine ausgeprägte Fällungs- und Koagulationswirkung. Dadurch kann es zusätzlich die Flockenstruktur im Fermenter unterstützen und ist besonders interessant, wenn neben erhöhten H₂S-Werten auch Prozessstabilität und Flockenbildung eine Rolle spielen.

Welche Variante besser geeignet ist, hängt von den Bedingungen Ihrer Anlage ab – insbesondere von Schwefelbelastung, Dosiertechnik und den gewünschten Prozesszielen.

Eisenchlorid oder Eisenhydroxid für Biogasanlagen – welche Lösung passt zu Ihrer Anlage?

Sowohl TopFerm Eisenchlorid 40 als auch TopFerm TopSpeed (Eisenhydroxid) können zur Bindung von Schwefelverbindungen eingesetzt werden. Die Unterschiede liegen vor allem in der Form des Eisens, der Handhabung und den zusätzlichen Eigenschaften im Prozess.

TopFerm Eisenchlorid 40 – flüssige Eisenlösung mit starker Fällungs- und Flockungswirkung:

  • Schnelle Dosierung über Flüssigdosieranlagen
  • Hohe Konzentration an Fe³⁺-Ionen
  • Starke Koagulations- und Flockungswirkung
  • Zu beachten: saure und korrosive Lösung, säurebeständige Lager- und Dosiertechnik erforderlich
  • Zu beachten: zusätzliche Chloride gelangen in den Prozess

TopFerm TopSpeed (Eisenhydroxid) – mineralisches Reaktionsmittel für einfache Handhabung:

  • Kein Gefahrstoff, einfach zu lagern
  • Keine zusätzliche Chloridbelastung
  • Natürliche Eisenmineralbasis
  • Zu beachten: keine vergleichbare Flockungswirkung wie bei Eisenchlorid

Welche Lösung ist die richtige?

Die Wahl zwischen Eisenchlorid und Eisenhydroxid hängt von den technischen Voraussetzungen und den Anforderungen Ihrer Biogasanlage ab.

Eisenchlorid eignet sich besonders, wenn eine Flüssigdosierung vorhanden ist und neben der Schwefelbindung zusätzlich die Flockenstruktur und Koagulation im Fermenter unterstützt werden sollen.

Eisenhydroxid eignet sich besonders, wenn ein einfach zu handhabendes Feststoffprodukt, eine unkomplizierte Lagerung und ein chloridarmer Betrieb bevorzugt werden.

Beide Lösungen haben ihre spezifischen Vorteile und können – bei richtiger Anwendung – einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Schwefelwasserstoff (H₂S) und zur Stabilisierung des Biogasprozesses leisten.

Lieferung und Verpackung

  • Im Container (IBC ca.950 l) à ca. 1.350kg.
    Lieferung ohne Hebebühne und Hubwagen, Abladegerät muss vor Ort bereitgehalten werden.
  • Im Tanklastzug (TKW), Abfüllung in kundeneigene Tanks bei geeigneter Abfülleinrichtung vor Ort. Bitte beachten Sie, dass der TKW nur auf einem nach Wasserhaushaltsgesetz (WHG) zugelassenem Abtankplatz für Säuren (gemäß WHG) auf für Lagerung und Transport von Gefahrgut geeignete IBC oder entsprechend geeignete Tanks entladen darf.

Häufige Fragen

TopFerm Eisenchlorid 40 ist ein flüssiges Reaktionsmittel auf Basis von Eisen(III)-chlorid (FeCl₃). Die enthaltenen Eisen(III)-Ionen reagieren mit gelösten Sulfiden im Fermenter und binden den Schwefel als schwer lösliche Eisen-Schwefel-Verbindung. Dadurch wird die Bildung von Schwefelwasserstoff (H₂S) reduziert und der Biogasprozess stabilisiert.

TopFerm Eisenchlorid 40 bindet Schwefelverbindungen bereits im Fermenter und reduziert dadurch die Belastung durch Schwefelwasserstoff. Zusätzlich wirkt es als Koagulations- und Flockungsmittel und kann die Flockenstruktur im Fermenter verbessern.

TopFerm Eisenchlorid 28 basiert auf Eisen(II)-chlorid (Fe²⁺) und bietet eine schnelle Verfügbarkeit der Eisenionen für die Sulfidbindung. TopFerm Eisenchlorid 40 basiert auf Eisen(III)-chlorid (Fe³⁺) und zeichnet sich besonders durch seine starke Fällungs- und Flockungswirkung aus. Welche Variante besser geeignet ist, hängt von den Anforderungen und der Betriebsweise der jeweiligen Anlage ab.

Eisenchlorid ist eine flüssige Eisenlösung und eignet sich besonders für Anlagen mit Flüssigdosierung sowie für Anwendungen, bei denen zusätzlich eine Flockungswirkung gewünscht wird. Eisenhydroxid ist ein mineralisches Feststoffprodukt ohne zusätzliche Chloridbelastung und überzeugt durch eine einfache Lagerung und Handhabung.

Ja. TopFerm Eisenchlorid 40 ist im Lieferzustand eine saure und korrosive Lösung. Deshalb müssen geeignete Schutzmaßnahmen sowie säurebeständige Lager- und Dosiersysteme eingesetzt werden. Bei falscher Anwendung oder ungeeigneten Materialien können empfindliche Werkstoffe wie Metalle oder Beton beeinträchtigt werden.

Die Dosierung richtet sich nach der Schwefelbelastung der Anlage und sollte anhand von Schwefelwasserstoffmessungen oder Analysen angepasst werden. Eine bedarfsgerechte Dosierung ermöglicht eine wirtschaftliche Anwendung und unterstützt einen stabilen Anlagenbetrieb.

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